29. Juli 2021
Aktiver Lebensstil und Sport
Viele Menschen sind im Alltag aktiv und treiben Sport. Sie sollten gut auf einen ausbalancierten Magnesiumhaushalt achten. Denn der Körper...
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Die Hose kneift, das Hemd spannt und der prüfende Blick in den Spiegel zeigt es: Bauch, Beine und Po haben an Fett zugelegt. Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) sind auch in der Schweiz eine Volkskrankheit geworden. Wie in den meisten anderen Industrieländern schleppen hierzulande viele Menschen zu viel Gewicht mit sich herum. In den letzten Jahren ist die Zahl an übergewichtigen und adipösen Erwachsenen und Kindern in der Schweiz zwar relativ stabil geblieben. Aber rund 42 Prozent der Erwachsenen haben Übergewicht und etwa 11 Prozent davon leiden unter Adipositas. Bei den Kindern und Jugendlichen sind schon rund 15 Prozent übergewichtig oder adipös.
Übergewicht und besonders die Adipositas sind für die Gesundheit nicht ganz ungefährlich. Ein zu hohes Körpergewicht ist mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck, Gefässverkalkung, Herzinfarkt), Typ-2-Diabetes und einigen Krebsarten verbunden (z.B. Darmkrebs). Aber auch die Knochen, Gelenke und die Psyche leiden oft unter dem hohen Gewicht.
Mit Hilfe des Body-Mass-Index (BMI) lässt sich der Körperfettanteil eines Menschen abschätzen. Der Wert bietet jedoch nur eine grobe Orientierung, weil er nicht berücksichtigt, an welchen Körperstellen das Fett genau sitzt. Der BMI lässt sich aus dem Quotienten aus Körpergewicht und der Körpergrösse zum Quadrat (kg/m2) ermitteln. Ihren BMI können Sie inzwischen auch Online errechnen, zum Beispiel auf der Website der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE).
Folgende Werte gelten für Erwachsene (für Kinder gibt es eine besondere BMI-Berechnung):
Zu beachten ist jedoch, dass der BMI nicht in allen Fällen aussagekräftig ist. So können zum Beispiel sportliche Menschen mit mehr Muskelmasse einen erhöhten BMI-Wert haben, ohne übergewichtig zu sein. Ausserdem sagt ein erhöhter BMI nichts über die Ursache des Übergewichts oder die am besten geeignete Behandlung aus.
Neben dem BMI ziehen Ärztinnen und Ärzte den Taillenumfang zur Rate, denn die Menge des Bauchfetts bestimmt das gesundheitliche Risiko massgeblich mit. Für Erwachsene gelten diese Werte:
Wer einen grösseren Bauchumfang und zugleich einen BMI von mehr als 25 (Übergewicht) hat, besitzt ein gesundheitliches Risiko. Die Empfehlungen heissen hier: Abnehmen und zu einem weiteren Risikocheck die Ärztin oder den Arzt aufsuchen.
Manche Diäten und Abnehmprogramme versprechen, dass Übergewichtige und Adipöse schnell abnehmen, viele Pfunde verlieren und ihr Körpergewicht langfristig halten können. Die Erfahrung zeigt allerdings oft, dass der Abnehmerfolg bei strengen Diäten oft nur von kurzer Dauer ist. Denn nach dem Ende der Diät nehmen sie oft genauso schnell wieder zu. Manchmal wiegen sie sogar noch mehr als zuvor, wenn sie ihre früheren Ernährungsgewohnheiten wieder aufnehmen. Dieser Jojo-Effekt ist bei vielen gefürchtet. Um das neue Körpergewicht dauerhaft zu halten, müssen die Energiezufuhr und der Energieverbrauch ausgeglichen sein.
Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) gibt einige Tipps, wie Sie gesund abnehmen und Ihr Gewicht langfristig halten können:
Essen soll nicht nur den Körper mit Energie und wichtigen Nährstoffen versorgen, sondern auch Freude machen und Genuss bereiten. Nehmen Sie sich Zeit für die Zubereitung der Speisen und für Ihre Mahlzeiten. Essen Sie nicht nebenbei, wenn es hektisch ist. So spüren Sie das Sättigungsgefühl auch besser.
Setzen Sie sich konkrete und realistische Ziele fürs Abnehmen, die Sie zwischendurch auch anpassen können. Wenn Sie in kurzer Zeit zu viel erreichen wollen, etwa schnell und viel abnehmen, sind Rückschläge vorprogrammiert. Ein Beispiel: Wenn Sie bisher zu den „Gemüsemuffeln“ gezählt haben, essen Sie tägliche eine Portion Gemüse oder Salat. Haben Sie das verinnerlicht, steigern Sie den Verzehr auf zwei bis drei Portionen pro Tag.
Verzehren Sie zum Beispiel viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Getreide, Hülsenfrüchte und mehr Fisch als Fleisch. Fettreiche Lebensmittel konsumieren Sie eher sparsam (z.B. Fast Food, Süssigkeiten, Knabbereien, fette Wurstwaren). Wählen Sie Fette aus pflanzlichen Quellen statt tierischer Fette, etwa Oliven-, Raps-, Lein- oder Sonnenblumenöl. Vorsicht geboten ist auch bei stark zuckerhaltigen Getränken wie Limonade, Cola oder Eistee. Trinken Sie kalorienarme Getränke wie Wasser, ungesüsste Tees oder Fruchtsaftschorlen. Mass halten sollten Sie auch mit Alkohol – er enthält viele Kalorien. Allgemein gilt: Verbieten Sie sich keine Lebensmittel, sondern achten Sie auf die Menge. Strenge Verbote halten die meisten Menschen nicht langfristig durch.
Neben einer gesunden Ernährung ist regelmässige körperliche Aktivität für einen langfristigen Abnehmerfolg wichtig. Integrieren Sie möglichst viel Bewegung in Ihren Alltag (z.B. Treppen steigen statt den Aufzug zu nehmen, zur Arbeit mit dem Velo fahren, zum Einkaufen in den Supermarkt laufen). Auch Alltagstätigkeiten wie Putzen, Gartenarbeit oder ein zügiger Spaziergang zählen als Bewegung. Allerdings reicht normales Spazierengehen meist nicht aus, um abzunehmen.
Am effektivsten zum Abnehmen ist folgender Sport: Ausdauersport gilt als gutes Herz-Kreislauf-Training (Cardio-Training). Dazu zählen Radfahren, Nordic Walking, Schwimmen oder Joggen. Auch ein Krafttraining kann fürs Abnehmen sinnvoll sein, denn mehr Muskelmasse erhöht den Energieverbrauch. Die Frage, ob Cardio- oder Krafttraining besser ist, lässt sich so beantworten: Die Kombination macht‘s!
Wie oft sollte man trainieren? Bewegen Sie sich etwa 30 bis 60 Minuten pro Tag, am besten an allen Tagen der Woche. Dank regelmässiger Bewegung können Sie leichter abnehmen und zukünftig auch Ihr Gewicht halten.
Viele stehen in ihrem Alltag enorm unter Stress, möchten aber abnehmen trotz Job, Familie und wenig Zeit. Das Problem: Wer viel Stress hat, ist oft vor Heisshungeranfällen nicht gefeit und greift schnell zur Schokolade und Co. Wie gehe ich mit Heisshungerattacken um und wie sorge ich für ausreichende Entspannung im Alltag?
Allgemein gilt:
Manche Menschen sind vielbeschäftigt in ihrem Beruf und haben nicht genügend Zeit für sportliche Aktivitäten. Ausserdem fällt es vielen schwer, sich beim Essen dauerhaft einzuschränken. Sie möchten aber dennoch abnehmen, ihr Wunsch- und Wohlfühlgewicht erreichen – und es dann auch halten. Und sie möchten gleichzeitig den Genuss beim Essen oder fettreiche Speisen wie eine Pizza oder Pommes nicht missen. Dies setzt jedoch voraus, dass der Körper die Nahrungsfette im Magen-Darm-Trakt erst gar nicht aufnimmt. Dann kann sich überflüssiges Fett auch nicht an Bauch, Beinen, Po oder Hüften ansetzen.
Sogenannte Lipidbinder – das sind spezielle Ballaststoffe – wirken wie ein Magnet auf die Kalorien. Sie binden die Fette und sorgen so dafür, dass sie dem Körper gar nicht erst zur Verfügung stehen. Ausserdem wird der Organismus durch das Kaloriendefizit angeregt, körpereigenes Fett zu verbrennen. Dadurch wird auch der Körper schlanker. Somit können Lipidbinder bei der Behandlung von Übergewicht, bei der Gewichtskontrolle sowie der Verminderung der Cholesterinaufnahme in der Nahrung helfen.
Die Darmflora ist ein noch relativ neuer Ansatzpunkt, um das Körpergewicht zu reduzieren und es dann auch zu halten. Der menschliche Darm beherbergt Millionen unsichtbarer Mitbewohner, die Darmbakterien. Doch wie beeinflusst die Darmflora das Gewicht? Mikroben bestimmen massgeblich mit, wie viele Kalorien ein Mensch aus der Nahrung aufnimmt und in Fettpolster umwandelt. Die Zusammensetzung der Darmflora hat daher einen grossen Einfluss auf das individuelle Körpergewicht. Vereinfacht kann man sagen: Manche Bakterien im Darm halten schlank, während andere als „Dickmacher“ gelten.
Ein Bakterienstamm steht bei Übergewichtigen besonders unter Verdacht, zu einem erhöhten Gewicht beizutragen: Firmicutes. Diese Bakterienstämme können noch aus den letzten Nahrungsresten Kalorien herausholen. Auf diese Weise gewinnen gewisse Firmicutes-Bakterien aus den Speisen mehr Energie als andere bakterielle Vertreter und sorgen dafür, dass man schneller Fett ansetzt.
Welche Darmbakterien helfen beim Abnehmen? Ein gesundes Körpergewicht lässt sich oft erreichen, wenn Sie „ungünstige“ Bakterien im Darm in Schach halten und die Vermehrung von „guten“ Bakterien fördern, die überflüssigen Kilos entgegensteuern. Günstig für das Gewicht sind Bacteroidetes-Bakterien, welche die Nahrung nicht so gründlich verwerten. Dadurch scheidet der Körper einen Grossteil der Kalorien ungenutzt aus.
Die richtige Besiedelung des Darms und zusätzlich eine möglichst grossen Vielfalt an Bakterien können also auch beim Abnehmen helfen. Wenn Sie Ihre Darmflora stärken und das Mikrobiom (Gesamtheit aller Darmbakterien) in die richtige Balance bringen, kann sich Ihr Körpergewicht langfristig stabilisieren.
Achten Sie zudem auf eine gesunde Ernährung mit vielen Ballaststoffen, die gut für die Darmflora und die Verdauung sind. Für den Menschen sind Ballaststoffe unverdaulich, aber den „guten“ Darmbakterien dienen sie als „Futterquelle“ und machen satt. Vor allem frische und unverarbeitete Nahrungsmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst enthalten viele Ballaststoffe. Hoch verarbeitete Lebensmittel sind dagegen ballaststoffarm. Wenn Sie diese regelmässig essen, kann sich das Gleichgewicht der Bakterien zugunsten der „Dickmacher“ verschieben.
Was führt zu schneller Gewichtsabnahme beziehungsweise was beschleunigt sie? Diese Fragen stellen sich viele, die rasch einige Kilos verlieren möchten. Am schnellsten können Sie abnehmen, wenn Sie sich gesund ernähren (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte) und weniger Kalorien in Form von Fett und Zucker zu sich nehmen, zum Beispiel durch Fast Food, Fertiggerichte, Knabbereien, Kuchen, Torten oder Kekse. Essen Sie mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt und das bewusst! Versuchen Sie gleichzeitig, möglichst viele Kalorien und Fett zu verbrennen. Dies gelingt durch mehr Bewegung im Alltag und Sport.
Am besten fangen Sie mit dem Abnehmen an, indem Sie sich keine zu hohen Ziele stecken. Doch wie viel Gewicht kann man realistisch pro Woche verlieren? Als Faustregel gilt ungefähr ein Kilo pro Woche. Beginnen Sie mit dem Abnehmen, indem Sie Ihre Ernährung analysieren und umstellen. Fett- und zuckerreiche Lebensmittel ersetzen Sie durch gesündere Alternativen. Sie sollten auf gesunde Weise Gewicht verlieren und nicht mit einer Radikalkur. Sonst ist der Abnehmerfolg oft nicht von langer Dauer und Sie nehmen schnell wieder zu. Integrieren Sie zudem viel Bewegung in Ihren Alltag. Laufen Sie zum Beispiel zum Supermarkt statt mit dem Auto zu fahren. Dies ist der beste Weg, um nachhaltig abzunehmen.
Es gibt mehrere Gründe, warum Sie trotz Diät und einem Kaloriendefizit nicht wie gewünscht abnehmen. Eine Rolle spielen zum Beispiel die Hormon, Stress, Schlafmangel, Ihr Stoffwechsel, Wassereinlagerungen, bestimmte Krankheiten (z.B. der Schilddrüse) oder manche Medikamente. Auch eine Zunahme der Muskelmasse kann ein Grund sein, warum das Gewicht trotz Disziplin stagniert oder sogar wieder steigt.
Der 30-30-30-Trick besteht darin, 30 Minuten nach dem Aufwachen 30 Gramm Eiweiss (z.B. Ei, Vollkornbrot) zu sich zu nehmen und danach 30 Minuten lang Sport mit geringer Intensität zu treiben. Beispiele: Nordic Walking, Yoga oder Radfahren. Die 30/30/30-Diät soll den Blutzuckerspiegel konstant halten (Zucker lässt ihn schnell ansteigen), den Stoffwechsel und die Verbrennung ankurbeln und Heisshunger vermeiden. Allerdings kann diese Methode keine Abnehmwunder bewirken. Wichtig sind eine langfristig gesunde Ernährung und Sport.
Die 3-3-3-Regel zum Abnehmen bringt drei Dinge vereinfacht auf den Punkt: 3 gesunde und ausgewogene Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen, 3 Flaschen Wasser (ca. 1,5 bis zwei Liter) tagsüber trinken und 3 Stunden pro Woche körperlich aktiv sein. Alle drei Ansätze können zum Abnehmen beitragen: Gesundes Essen, viel und kalorienfrei trinken und sich körperlich betätigen.
Es gibt keine speziellen Lebensmittel, die zu 100 Prozent beim Abnehmen helfen. Wichtig ist, dass Sie weniger Kalorien aufnehmen als Sie verbrauchen. Sie müssen also ein anhaltendes Kaloriendefizit erreichen. Dies gelingt, indem Sie sich gesund ernähren, körperlich aktiv (Bewegung, Sport) sind und möglichst viele Kalorien verbrennen. Auch Bauchfett, das für die Gesundheit gefährlich sein kann, können Sie auf diese Weise verlieren.
Ihr Gewicht halten können Sie, indem Sie die Strategie der gesunden Ernährung und viel Bewegung und Sport langfristig beibehalten. Wenn Sie wieder in alte und ungesunde Ernährungs- und Bewegungsmuster zurückfallen, setzt oft der Jojo-Effekt ein und Sie nehmen wieder zu.
Viele Menschen – Frauen wie Männer – empfinden es als schwieriger, mit 40 oder 50 Jahren Kilos zu verlieren. Tatsächlich ist das Abnehmen in diesem Alter nicht ganz so einfach, weil sich hormonelle Prozesse und der Stoffwechsel mit den Jahren verändern. So sinkt unter anderem der Grundumsatz, die Fettverbrennung gelingt schwieriger und Fett lagert sich leichter am Bauch, an den Hüften und am Po an.
Cheat Days sind Tage, an denen Sie Ihre Ernährung bewusst nicht einschränken. Sie essen nach mehreren Tagen Kaloriendefizit so viel und was Sie möchten. Ein Cheat Day ist daher so etwas wie ein „Schummeltag“ oder „Fresstag“. Es soll eine Belohnung sein. Für manche kann das die Antwort auf die Frage sein: Wie bleibe ich langfristig motiviert? Mögliche Risiken sind das „Überessen“, Magen-Darm-Probleme und ein Jojo-Effekt. Sinnvoller als diese Strategie der Cheat Days ist eine dauerhaft gesunde, vielfältige und abwechslungsreiche Ernährung.
Manche zählen eher zu den „Bewegungsmuffeln“ und fragen sich, ob Abnehmen auch ohne Sport geht. Prinzipiell können Sie auch allein durch das Kaloriendefizit abnehmen, aber Sport unterstützt den Abnehmerfolg. Ausserdem hilft körperliche Aktivität dabei mit, dass Sie das erreichte Körpergewicht auch langfristig und nachhaltig halten können.
Die 11-Uhr-7-Uhr-Diät ist eine Form des Intervallfastens. Dabei nehmen Sie nur 8 Stunden lang Nahrung auf (von 11 bis 7 Uhr). In den restlichen 16 Stunden fasten Sie und verzichten auf das Essen. Daher heisst diese Strategie des Intervallfastens auch noch 16:8-Methode.
Wenn man abnehmen will, sollte man morgens ein Frühstück mit Eiweissen, Ballaststoffen und wenig Zucker zu sich nehmen. Das Sättigungsgefühl bleibt länger erhalten und der Blutzuckerspiegel steigt nicht so schnell an, was Heisshungerattacken verhindert. Ausserdem wird der Stoffwechsel aktiviert.
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