Vitamine und Mineralstoffe
Wechseljahre – das hilft gegen die Symptome!
👆 Tipp!
Die SGEM bietet einen Fragebogen, mit dem Sie Ihre Symptome in den Wechseljahren besser einschätzen und einordnen können.
Häufige Symptome in den Wechseljahren sind:
- Zyklusunregelmässigkeiten, z.B. seltenere oder weniger starke Blutungen; sie sind oft das erste Anzeichen für die einsetzenden Wechseljahre
- Hitzewallungen und Schweissausbrüche – diese Symptome erleben viele Frauen
- Schlafstörungen
- Gewichtszunahme
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Nervosität, Reizbarkeit
- Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit, depressive Verstimmungen – bis hin zur Depression
- Trockene Haut und Schleimhäute, z.B. eine trockene Scheide – dann kann der Geschlechtsverkehr unangenehm oder schmerzhaft sein
- Dünneres und lichteres Haar
- Verlust der Libido (des sexuellen Verlangens)
Auch der Knochenstoffwechsel verändert sich aufgrund der sinkenden Östrogenproduktion: Die Knochendichte nimmt ab und das Risiko für Knochenschwund (Osteoporose) steigt. Dabei werden die Knochen porös, instabil und brechen leichter, was sehr schmerzhaft sein kann.
Wichtig ist deshalb eine gute Versorgung mit Vitamin D in den Wechseljahren. Es fördert die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und sorgt dafür, dass es in die Knochen eingebaut wird. Vitamin D ist also für den Erhalt der Knochensubstanz und die Vorbeugung von Knochenerkrankungen wie Osteoporose entscheidend. Achten Sie auch auf eine gute Versorgung mit Mineralstoffen, zum Beispiel Magnesium und Kalzium, die ebenfalls am Knochenstoffwechsel beteiligt sind. Magnesium wird – wie auch das Vitamin D – für die Aufnahme (Resorption) von Kalzium im Darm benötigt. Zudem fördert es die Mineralisierung der Knochen.
Achten Sie zudem auf Ihre Darmgesundheit und die Zusammensetzung des Darmmikrobioms. Die menschliche Darmflora besteht aus unzähligen nützlichen Bakterien, die viele Aufgabe erfüllen. Gerät die Darmflora aus der Balance, kann das Wohlempfinden beeinflusst sein und Krankheiten können begünstigt werden. Zudem nimmt im Verlauf des Lebens die Vielfalt (Diversität) der Darmflora ab, was das Wohlempfinden ebenfalls beeinträchtigt.
Nicht nur die Darmflora, sondern auch die Scheidenflora leidet in den Wechseljahren. So nimmt die Menge an „guten“ Milchsäurebakterien ab, vor allem aufgrund der hormonellen Umstellung in den Wechseljahren. Die Folgen sind trockenere Schleimhäute und eine erhöhte Infektanfälligkeit.