Erkältung und Grippe
Sinusitis: Stau in den Nasennebenhöhlen
💡 Schon gewusst?
- Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Hohlräume, gehören zu den oberen Luftwegen und sind mit der Nasenhöhle verbunden. Sie erstrecken sich im Schädelknochen von der Stirn bis zum Kiefer.
- Jeder Mensch besitzt vier Paar Nasennebenhöhlen (also acht insgesamt): Jeweils zwei Stirnhöhlen, Kieferhöhlen, Keilbeinhöhlen und Siebbeinzellen.
- Die Nasennebenhöhlen sind mit Schleimhaut ausgekleidet (wie eine Tapete) und besitzen feine Flimmerhärchen. Diese sind dafür zuständig, Schmutzpartikel oder Staub fernzuhalten. Die Schleimhaut produziert Flüssigkeit, die über die Nase und den Rachen abfliesst.
Nasennebenhöhlenentzündung – welche Behandlung hilft?
Bei einer Sinusitis sind die Verbindungsgänge zwischen der Nasenhöhle und den Nasennebenhöhlen verstopft und blockiert. Dies ist nicht nur schmerzhaft, wenn sich das Sekret staut, sondern begünstigt auch Sekundärinfektionen mit weiteren Krankheitserregern. Das gestaute Sekret bietet einen idealen Nährboden, in dem sich Keime vermehren und verbreiten können. Deshalb ist es wichtig, diese Verbindungsgänge rasch wieder zu befreien und die Symptome zu lindern.
Antibiotika sind nur selten als Behandlung einer Sinusitis sinnvoll. Sie helfen nur, wenn Bakterien an den entzündeten Nasennebenhöhlen beteiligt sind. Sind Viren die Auslöser, zum Beispiel Erkältungs- oder Grippeviren, können Antibiotika nichts ausrichten. Meist steht die Sinusitis jedoch im Zusammenhang mit Viren.
Abschwellende Nasensprays
Es gibt viele verschiedene Nasensprays in der Drogerie oder Apotheke. Daher fragen sich viele, welches Nasespray bei einer Sinusitis helfen kann. Verwenden Sie ein abschwellendes Nasenspray. Es zielt darauf ab, die entzündete Nasenschleimhaut abschwellen zu lassen und den festgesetzten Schleim zu lösen. Dann lässt er sich besser abtransportieren. Ein abschwellendes Nasenspray erleichtert die Nasenatmung und Sie bekommen wieder besser Luft durch die Nase. Das kann vor allem nachts helfen und für einen besseren Schlaf sorgen.
Nasenspülungen
Nasenspülungen oder Nasenduschen sind ein gutes Mittel, um die Nase zu reinigen. Das festsitzende Sekret wird gelockert, herausgespült und die Atmung wird erleichtert. Zudem wird die Nasenschleimhaut befeuchtet.
Pflanzliche Arzneimittel
In der Apotheke, Drogerie oder Internet-Fachhandel sind zum Beispiel Tabletten oder Kapseln auf pflanzlicher Basis erhältlich. Die Präparate helfen, den Schleim zu lösen und ihn abzutransportieren.
Schmerzmittel
Gegen Kopfschmerzen oder den Druckschmerz können Schmerzmittel hilfreich sein. Beispiele sind Wirkstoffe aus der Gruppe der Nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (ASS). Auch Paracetamol ist ein bewährter Wirkstoff gegen Schmerzen.
Hausmittel bei Sinusitis
Daneben gibt es einige Hausmittel, die Sie bei einer verstopften Nase und entzündeten Nasennebenhöhlen anwenden können.
Einige Beispiele:
- Inhalieren: Geben Sie Wasser in einen Topf und erwärmen Sie es. Sie können dem Wasser verschiedene Zusätze hinzufügen, zum Beispiel Kochsalz (Speisesalz oder aus der Apotheke), Kamille (als Tee), Eukalyptusextrakte oder ätherische Öle. Legen Sie ein Handtuch über Ihren Kopf und inhalieren Sie die warmen Dämpfe. Dadurch wird das Sekret in der Nasenhöhle und in den Nasennebenhöhlen verflüssigt und zugleich die Nasenschleimhaut befeuchtet.
- Rotlicht: Wärme fördert ganz allgemein die Durchblutung und erweitert die Blutgefässe. Bei einer Sinusitis hilft etwas Wärme dabei mit, das festsitzende Sekret zu lösen und es besser abfliessen zu lassen. Im Handel gibt es spezielle Rotlichtlampen.
- Trinken Sie möglichst viel, am besten Wasser oder ungesüsste Getränke wie Tee. Empfohlen sind mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag. So halten Sie auch Ihre Schleimhäute feucht.
- Schlaf: Sind die Nebenhöhlen entzündet, braucht der Körper ausgedehnte Ruhephasen und genügend Schlaf. Das dient dem Regenerationsprozess, der während einer Sinusitis auf Hochtouren läuft.
Was soll man bei einer Sinusitis nicht tun?
Es gibt auch einige Dinge, die Sie bei einer Sinusitis nicht tun sollten. Einige Tipps:
- Schnäuzen Sie sich nicht heftig Ihre Nase.
- Strengen Sie sich körperlich nicht zu stark an. Treiben Sie zum Beispiel keinen Leistungssport, sondern warten Sie, bis die Nebenhöhlenentzündung vollständig ausgeheilt ist. Sie müssen aber nicht vollständig auf Bewegung verzichten. Sie können zum Beispiel mit einer Sinusitis Spazierengehen.
- Verzichten Sie auf Alkohol.
- Rauchen Sie nicht – die Schadstoffe aus dem Rauch reizen die Schleimhäute zusätzlich und sind auch ansonsten extrem schädlich.